VORSTELLUNGEN - Atheater

Das Universum der Autodidakten in der Steinfurterstraße!Ein Theaterprojekt, dass sich sehen lassen kann!Endlich gibt es in Münster eine Bühne, die eher ein Kunstlabor ist.Multilinguale RevolteEin Meilenstein in Münster

FOLGEN SIE UNS
Direkt zum Seiteninhalt

VORSTELLUNGEN

SPIELPLAN

am 28.02.2024 um 20 Uhr AUSVERKAUFT!

INSOMNIA
ein psychologisches Duell

weitere Vorstellungen:
02.03.2024
27.03.2024
28.03.2024

Karten: 15/10 Euro
Reservierung für 28.02.2024 nicht mehr möglich!

am 09.03.2024 um 20 Uhr
am 18.05.2024 um 20 Uhr

FRAUHEIT 2
Neue Besetzung!!!

Karten: 15/10 Euro
Reservierung ist erforderlich


BALD


"La tango de Ukraine"

das neue Projekt von und mit ukrainischen Flüchtlingen

 
Premiere am 23.02.2024
INSOMNIA
ein psychologisches Duell

nach den Texten von Fjodor Dostojewskij, Peter Shaffer, Neale Walsch u.a.
Idee und Regie – Andrej Lazarev
 
Es spielen: Tsolig Aro, Olga Danilova, Andrej Lazarev, Nelli Neff, Thomas Schendel und Volodymyr Jurchuk
Bühnenbild - Alexander Oster
Videobearbeitung - Thomas Schendel, Eduard Frishko

Das Projekt „Insomnia“ ist ein faszinierendes und provokantes Drama, das komplexe Themen wie Glauben, Sexualität, Trauma und psychologische Entwicklung, Leidenschaft und deren Abwesenheit im Leben untersucht. Das Atheater bietet die Möglichkeit, wahre Freiheit zu erleben, Zeuge des menschlichen Willens zu werden und die Existenz von Moral in Frage zu stellen.
Das Team des Atheaters, das übrigens mit neuen Talenten bereichert wurde, widmet sich den aktuellen gesellschaftlichen Fragen auch aus einem besonderen Anlass. Die Hauptrolle wird von Volodymyr Yurchuk gespielt, der erst 18 Jahre geworden ist. Durch sein Kommen und Ankommen in unserem Team wurde es überhaupt möglich, das Projekt auch so authentisch zu gestalten.  Das junge Talent hat Migrationshintergrund. Vova (die Kurzform seines Namens – so wird er auch bei uns in der Gruppe genannt) kam als Flüchtling aus der Ukraine nach Deutschland und hat sich schnell an die neuen Bedingungen gewöhnt. Sein Held im Stück ist ein Junge, der nach dem Gerichtsurteil zur lebenslänglichen Haft verurteilt wird. Damit dies nicht eintritt, wird er zu einem Psychiater geschickt, der beurteilen soll, ob der Junge geistig gesund ist.
Alle im Stück aufgeworfenen Fragen werden gewissermaßen im Duell zwischen dem Psychiater und seinem Patienten dargestellt. Warum landete ein 17-jähriger Junge in einer psychiatrischen Klinik? Kann er normal werden? Was ist heute „normal“? Wir hinterlassen nicht auf jede Frage eine Antwort, sondern provozieren auf theatralischer Art und Weise die Gedanken der Zuschauer und regen zur Diskussion auf, die der Tradition nach immer am Ende der Vorstellung bei uns stattfindet.
Frauheit 2

Nach dem Erfolg von unserer ersten Arbeit „FRAUHEIT“ setzen wir unser Vorhaben fort. Wir lassen Frauen sprechen. Über ihre Schicksale erzählen. Über ihre Schmerzen, ihre Sehnsüchte, ihre Weltvorstellung. Auch dieses Mal bilden die Interviews mit den Frauen eine aktuelle Vorlage zu unserem Stück. Außerdem haben wir Literaturrecherchen zu den Themen Krieg, Flucht, Gewalt gestartet.
Aus diesen verschiedenen Quellen lassen wir dann Figuren des Stückes entstehen und lebendig werden. Während unserer Proben hat sich als Hauptlinie das Thema der Beziehung einer Mutter mit ihrer Tochter heraus kristallisiert.
Diese Arbeit stellen wir uns dann nicht nur als ein Bühnengeschehen, sondern als eine Art Ausstellung – Theaterstück – Diskussion vor, wo auch das Publikum sich melden darf und die Interaktion passieren kann.
Außerdem wird es dann ein „work – in progress“, um auf eine bestimmte zeitliche Aktualität zu reagieren und die Veränderungen der heutigen Gesellschaft zu registrieren. So beginnt das Stück mit einem Volkslied auf Ukrainisch, das von einer ehemaligen Schauspielerin aus unserer Gruppe gesunden und wird und davon erzählt, wie wichtig für jeden Menschen die Liebe ist.

Regie und Konzept - Andrej Lazarev (Kasachstan/ Deutschland)

Auf der Bühne:
Petra Meyknecht (Deutschland), Meghrig Aro (Syrien), Olga Danilova (Russland/ Deutschland), Antonia Kupfer (Deutschland), Guy Seuleu (Kamerun) und Serhij Tereshchenko (Ukraine)

Auf dem Video:
Thomas Schendel (Deutschland), Karina Sadowskja (Estland), Viktoria Kucin (Ukraine), Indire Mamedova (Kasachstan), Lydia Kozlova (Kasachstan), Kiana Nasiriazam (Iran) u.a.


MEDEA

Spiel, Organisation – Meghrig Aro, Syrien

Regie, Konzept – Andrej Lazarev, Kasachstan

Medea gehört zu einem Universum mythologischer Gestalten, von denen viele in Vergessenheit geraten sind. Medea aber ist durch die Jahrtausende lebendig geblieben. Warum? Weil Medea ihre Kinder tötet?

Mythen bleiben lebendig, weil sie immer wieder neu und immer wieder anders erzählt werden. Oder besser: Gerade die Mythen, die immer neu erzählt werden, bleiben lebendig.

Unsere Geschichte wird als Monolog einer Frau dargestellt.

Wir untersuchen den Mythos Medea mit Hilfe von verschiedenen literarischen Stoffen: von Euripides, der 431 v. Chr. das Stück geschrieben und als erster Medea als Kindermörderin bezeichnet hat , über weitere Autoren der letzten Jahrtausende, wie Jean Anouilh, Franz Grillparzer, Heiner Müller, bis zu den Werken der Moderne, in denen die Titelfigur andere Konturen annimmt, wie z.B. im kroatischen Stück von Ivana Sajko, geschrieben 2007.

Sehr unterschiedlich wird Medeas Geschichte benutzt – in vielen Texten interessiert die Autoren Medeas Kindermord als Bild, als Metapher für den Austritt der Frauen als Machtfaktor aus der Geschichte, für ihre Anpassung an patriarchal fundierte Verhaltensweisen und für die historischen Langzeitfolgen dieses Austritts. Trotzdem möchte man dem Publikum die Möglichkeit bieten, die Strukturen dieses historischen Vorgangs zu erkennen und jeweils Schlussfolgerungen für die Gegenwart zu ziehen.

Das Spannende dabei: Die alte Asylantengeschichte wird von der aus Syrien stammenden Schauspielerin Meghrig Aro präsentiert, die selbst als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen ist.
FRAUHEIT

ein Projekt von Meghrig Aro

Ich bin eine Frau die ihre Rechte haben will
Ich bin die Frau die alles selber schaffen will
Ich bin weder nur ein Körper
Noch bin ich nur für dich und deine Bedürfnisse da

Wenn man als Kind in zwei verschiedenen Kulturen aufwächst, in denen Frauen auf verschiedene Art und Weise behandelt und erzogen werden, stellt man sich ständig Fragen, die unbeantwortet bleiben. Zum Beispiel: warum dürfen manche Frauen arbeiten und andere nicht? Warum müssen manche nach der Erlaubnis des Vaters fragen, wenn sie etwas anziehen oder Haare schneiden möchten? Warum sind viele Frauen von ihren Männern abhängig? Warum? Warum? Und warum?
Und dann verlässt man eigene Heimat und kommt plötzlich zu Kontakten mit anderen Frauen, die aus verschiedenen Ländern kommen. Dadurch werden diese Warum – Fragen noch aktiver.
Mit diesem Projekt möchte man Erlebnisse, Konfrontationen und Probleme der Frauen der heutigen Zeit darstellen und unsere Gesellschaft darauf aufmerksam machen.
Die Texte sind durch mehrere Interviews entstanden, die man durchführte und anhand der Erlebnisse, die man persönlich noch erlebt oder gesammelt hat.
Es geht nicht nur darum auf die Probleme einzugehen und nach den Rechte der Frauen zu verlangen, sondern auch darum die Stärken und die Wichtigkeit der Position der Frau in der Gesellschaft zu reflektieren. Auf Grund dessen, möchte man den Betroffenen den Mut geben, nach Hilfe zu suchen und sich offen zu zeigen, um ein normales Leben führen zu können.
Die aus Syrien stammende Schauspielerin hat ca. 20 Interviews mit Frauen aus verschiedenen Ländern durchgeführt.
Anhand von diesen Texten sind Szenen entstanden, die zu einer Art „work – in – progress“ - Geschichte dargestellt werden.

Das Projekt wurde auch beraten und unterstützt durch die Frauenberatungsstelle Münster.

Idee, Konzept, Durchführung – Meghrig Aro
Spiel und Tanz: Megrig Aro, Lea Harmel, Marianna Togias
Künstlerische Leitung – Andrej Lazarev
Du bist ich. Töte mich.

La langue a besoin de nouveaux Poètes
Die Sprache braucht neue Dichter

Unter dem Motto:
"Man ist nicht in einem Land sondern in einer Sprache geboren!"
Emile CIORAN


Eine poetische Vorstellung (Lyrik, Musik, dramatisches Spielen, Bewegung) zu Themen des Exils, der Sprache, der Integration, der Identität, der Entwurzelung, der Abgelegenheit und der Nostalgie.


Mit Gedichten von
Rodica Draghincescu,
rumänische und francofonische Dichterin (sie schreibt direkt in Französisch), wohnhaft in Amnéville-Les-Thermes/Lothringen

Inszeniert von
Andrej Lazarev,
Schauspieler und Regisseur aus Kasachstan, wohnhaft in Deutschland

Mit
Susann Ruschin (Tanz) und Andrej Lazarev (Schauspiel)



In den heutigen revolutionären Zeiten kann die Poesie stärker denn je ihr Potential nutzen, um jegliche Gewalt und Tyrannei in der Welt zu reduzieren. Mit unserer Performance wollen wir eine kulturelle Brücke der Freundschaft schlagen, die mit der Hilfe von verschiedenen Sprachen auch Völker verbindet. Es ist eine multidisziplinäre, mehrsprachige Botschaft der Solidarität, die von den Künstlern aus verschiedenen Herkunftsländern gesendet wird.

Mehrere Stimmen, mehrere Sprachen, darunter auch Körpersprache und die Sprache der Musik schaffen einen besonderen Raum, der ein Zuhause der Künstlern darstellt, die mit dem Thema Exil arbeiten. Wie für Rodica Draghincescu, die weit weg von ihrem Heimatland Rumänien im französischsprachigen Raum arbeitet, so auch für Andrej Lazarev, der tausende Kilometer von Kasachstan entfernt, immer wieder nach den Wurzeln seines eigenen Ichs sucht, sind solche Worte wie HEIMAT oder IDENTITÄT keine leeren Hülsen, viel mehr sind es gelebte Schmerzen und Emotionen, die zur Schau getragen werden.
Was ist ein entwurzelter Mensch? Muss man die eigene Sprache ablegen und sich in der Nostalgie ausbaden, um endlich zurück zur eigenen Person zurückzukehren? Diese tragenden Fragen werden mit musikalischem Hintergrund in den Raum gestellt und bieten viel Platz für Interpretation und die Variabilität der Deutung.

Die Macht der Sprache ist enorm groß. Die soziale und die ästhetische Rolle eines Künstlers heutzutage ist es, diese Macht zu benutzen und sie zugunsten der modernen Gesellschaft dienen zu lassen. Somit kann ein Zauber entstehen, durch welchen ein zeitlich begrenzter Raum geschaffen wird, in dem der Künstler als Magier agiert und wo die Wunden der Seele geheilt werden.
Als heilende Energie wirkt dabei nicht nur das gesprochene Wort, sondern auch die Präsenz des Körpers, die Anwesenheit der mehreren Körper im Raum. So wird auch theatralische Magie verstärkt benutzt – die Magie des Momentes, der Zauber des Augenblicks… Auch die Musik spielt eine große Rolle dabei. Ihre Schönheit wirkt wie eine Bandage der Verletzungen der starken Worte!

Es werden die Texte von Rodica Draghincescu gelesen. Vor allem aus ihren neuen Büchern „Sag nie wieder…" und „Du bist ich. Töte mich.“ (2010, 2018).

FOLGEN SIE UNS
Atheater e.V.
Steinfurter Straße 37
48149 Münster
Deutschland

+49 160 5615017
info@atheater.de

Unterstützen Sie uns jetzt!
BIC: PBNKDEFF
IBAN: DE62440100460886281460
Bank: Postbank
Uns unterstützen:
Zurück zum Seiteninhalt